|
(Folgender Artikel
wurde Anfang '04 über die damalige Aikido-Gruppe
in meiner Heimatstadt veröffentlicht:)
"Aikido - asiatische Bewegungslehre
in Gablenz
Seit Oktober vorigen
Jahres treffen sich Menschen verschiedensten Alters
und Geschlechts von 6
bis 60 Jahren und mit sehr unterschiedlichen
körperlichen Vorraussetzungen in den Räumen
des ehemaligen Gablenzer Konsums, um sich mit
der modernen Bewegungskunst Aikido körperlich
und geistig fit zu halten.
Dabei wurde Aikido als moderne und harmoniebetonte
Kampfkunst um 1930 von Morihei Ueshiba, einem
der größten Kampfkunstmeister unseres
Jahrhunderts begründet. Das Besondere dabei
ist die starke Betonung der Entspannung, Einfachheit
und Leichtigkeit der Bewegungen - allein oder
mit Partner. Eine körperliche Auseinandersetzung
wird hier als Konflikt gesehen, welcher durch
Respekt, Mitgefühl und innerer Ruhe aufgelöst
wird. Dadurch entstehen fließende Bewegungen,
die frei von Aggressionen sind. Das schafft Raum
für das Verständnis des Gegenüber
und sich selbst.
In der älteren Gruppe der ca. 35- bis 60-jährigen
werden vor allem Entspannungs-, Dehnungs-, Kräftigungs-,
Atem- und Massageformen - allein oder mit Partner
geübt. Den Alltagsstreß zu bewältigen,
Verspannungen aufzulösen und einen wohltuenden
und fördernden Kontakt mit anderen Menschen
zu pflegen stehen dort im Vordergrund. Es spielt
in dieser Gruppe keine große Rolle, ob man
besonders sportlich ist, Talent hat oder gewisse
Wehwechen oder Problemzonen. All das kann im Aikido
aufgrund seiner Bewegungsformen bis zu einem gewissen
Grad berücksichtigt werden.
In der jüngeren und mittleren Gruppe der
ab 6-
bzw. 12-jährigen
wird der Kampfkunst-, oder besser Friedenskunstaspekt,
mehr betont. Hier steht die friedliche Konfliktlösung
sowie der Respekt und das Mitgefühl gegenüber
anderen Menschen im Vordergrund.
Gefördert wird die Gruppe vom Heimatverein
Gablenz e.V. und vom Karate-Dojo Crimmitschau/Werdau
e.V.
Trainiert wird montags 18 Uhr und mittwochs 19
Uhr (jüngeren Gruppen) sowie dienstags 19
Uhr (ältere Gruppe). Wenn Sie mehr über
Aikido oder das Training in Gablenz wissen wollen
[...]"
von:
Andreas Dietrich
erschienen
in : Freie Presse
und Blickpunkt Crimmitschau Jan. '04
(leicht
nachgeändert von Andreas Dietrich)
|
|
|
|
 |
 |
Krieg und
Gewalt - Kämpfen und Konflikte:
"Meiner Meinung nach, kann man es [Aikido] als die wahre Kampfkunst
bezeichnen. Der Grund dafür ist, daß es eine Kampfkunst ist,
welche auf universeller Wahrheit basiert. Dieses Universum besteht aus
vielen verschiedenen Teilen, und doch ist das Universum als Ganzes vereinigt
wie eine Familie und symbolisiert den höchsten Zustand des Friedens.
Wenn man diese Sicht des Universums beibehält, kann Aikido nichts
anderes sein als eine Kampfkunst der Liebe. Es kann keine Kampfkunst der
Gewalt sein. Aus diesem Grund kann man sagen, daß Aikido eine andere
Manifestierung des Schöpfers des Universums darstellt. In anderen
Worten, Aikido ist wie ein Gigant (immenser Natur). Deshalb stellen im
Aikido Himmel und Erde die Basis des Trainings dar. Der geistige Zustand
des Aikidotrainierenden muß friedlich und vollkommen gewaltfrei
sein. Das ist sozusagen der spezielle Zustand des Geistes, welcher Gewalt
in einen Zustand der Harmonie bringt. Und das ist denke ich die wahre
Natur der japanischen Kampfkünste. Wir haben diese Erde bekommen,
um sie in einen Himmel auf Erden zu verwandeln. Kriegerische Aktivitäten
sind völlig fehl am Platze."
(Morihei Ueshiba,
Begründer des Aikido, 1957,
Übersetzt von mir, Auszug aus http://www.aikidofaq.com/interviews.html)
www.nightflightone.de
www.claudia-dietrich.de
|